Unternehmen Die Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft (KABEG) steuert die fünf Landeskrankenanstalten Klagenfurt, Villach, Hermagor, Laas und Wolfsberg und ist sowohl für deren Betrieb als auch deren Erhaltung zuständig. In ihrem Verantwortungsbereich liegen auch die Errichtung, Erweiterung oder Erwerb von Krankenhäusern im Auftrag der Kärntner Landesregierung. Die KABEG Management sorgt für den Einsatz der finanziellen Mittel, die vom Land alljährlich für die Landesspitäler bereitgestellt werden. Die Verteilung erfolgt aufgrund der Leistungen, die in den Häusern erbracht werden. Im Verantwortungsbereich der KABEG Management liegt das Krankenanstalten übergreifende strategische, organisatorische und finanzielle Management, während die einzelnen Landeskrankenanstalten alle Leistungen der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und die damit zusammenhängenden, operativen wirtschaftlichen, administrativen und technischen Aufgaben durchführen.
Ausgangssituation Zum Zeitpunkt des Projektstarts betreiben die fünf Landeskrankenanstalten jeweils eigene IT- Abteilungen, die spezifische Dienstleistungen im Bereich Planung, Entwicklung und Betrieb der Krankenhaus -IT unabhängig voneinandererbringen. Dadurch werden teilweise die selben Aufgaben in mehreren Organisationseinheiten parallel erledigt. Darüber hinaus müssen Kapazitätsschwankungen von den einzelnen Organisationseinheiten eigenständig abgefedert werden, ein Krankenanstalten übergreifender Kapazitätsausgleich ist nur rudimentär vorhanden. Synergieeffekte in Projekten, Beschaffung und Betrieb werden nicht in optimaler Weise ausgeschöpft.
Ziele Um den Bedürfnissen des Unternehmens besser gerecht zu werden, soll die IT-Organisation auf übergreifende Aufgabenstellungen ausgerichtet werden. Die IT soll als Krankenanstaltenübergreifender internen Dienstleister positioniert werden, welcher den Kunden unabhängig vom jeweiligen Standort bedarfsgerechte Leistungen anbietet. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden gemeinsam folgende Teilziele definiert: a) Durch den Aufbau von Krankenanstalten übergreifenden Competence Centern für die Bereiche: - IT-Infrastruktur - Medizinische Applikationen - Business Support Services sollen die vorhandenen Kompetenzen optimal gebündelt werden und best practices erarbeitet werden können. b.) Eine transparente und kundenorientierte Produktdefinition soll geschaffen werden. Dem Kunden soll ein Produktkatalog vorgelegt werden können, damit er weiß, welche Leistungen er von der IT zukauft. c) Für wesentliche Produkte (Infrastruktur, SAP, PACS, MEDIS) sollen detaillierte Service Level Agreements definiert werden, die mit den Leistungsbeziehern vereinbart werden können. d) Eine transparente und faire Preisgestaltung der Produkte soll einen Lenkungseffekt hin zu einem Kostenoptimum für den Gesamtkonzern auslösen.
Beratungsleistungen und Vorgehen Die neue Organisation wurde in intensiver Zusammenarbeit mit dem Management und den Mitarbeitern in mehreren Iterationen und einem kombinierten Top-Down / Bottom-Up – Ansatz erarbeitet. Durch das frühzeitge Einbeziehen wichtiger Entscheidungsträger konnten Widerstände gegen die Veränderungen vermieden werden.
Ergebnisse Als Ergebnis liegt eine komplett eingeführte und arbeitende neue ITOrganisation vor. - Ein Competence Center Auftrag beschreibt die Makroorganisation - Die interne Organisation der Compentence Center (Aufgaben, Prozesse, Rollen, Ressourcenzuordnung) wird in Compentece Center Handbüchern beschrieben - Die Schnittstelle zum Kunden ist mittels detaillierter Produktbeschreibungen und Service Level Agreements , sowie Prozessbeschreibungen gemäß Cobit-Modell festgelegt. - Die Leistungsverrechnung an die Kunden erfolgt mittels transparent kalkulierter Produktpreise. Somit kann der Kunde die ihm verrechneten IT-Kosten leicht beeinflussen. - Das neu eingeführte Kennzahlensystem ermöglicht dem Management eine faktenbasierte Steuerung der Competence Center.
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